Mathis B. Nitschke, erweiterte Biographie
Version 30.3.2010
Mathis B. Nitschke, geboren 1973 in München als Sohn der Übersetzerin für russische Literatur Annelore Nitschke und des Erfinders und Unternehmers Christian Nitschke, ist Komponist, Gitarrist, Filmemacher und Tongestalter.
Er studierte am Richard-Strauss-Konservatorium München klassische Gitarre, an der Akademie der bildenden Künste München Bildhauerei und am Königlichen Konservatorium Den Haag Musikkomposition und Image and Sound. Zu seinen dortigen Lehrern zählen Gilius van Bergijk, Richard Ayres, Clarence Barlow, Horst Rickels, Paul Koek und Gustavo Beytelmann. Weitere wichtige Mentoren und Impulsgeber waren Marek Choloniewski und Hans-Jürgen von Bose.
Als Post-Graduierter studierte er an der European Graduate School (EGS) Medien- und Kommunikationsphilosophie, wo er die Gelegenheit bekam, u.a. mit Heiner Goebbels, DJ Spooky, Jean-Luc Nancy und Paul Virilio zu diskutieren.
Seine Arbeitsportfolio umfasst Musik, Filme, Bühnenperformances und wurde präsentiert in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Frankreich und Polen; auf Festivals wie ADevantgarde (München), November Music (Den Bosch), Electrolune (Lunel, Frankreich), Audio Art Festival (Krakau), in Museen und Gallerien wie Huis Marseille (Amsterdam), Kunstraum München, Bunkier Sztuki (Krakau) sowie in der Gallerie Nusser & Baumgart (München).
Er organisierte Konzerte und Performances ('Zeltmusik', Theaterzelt Das Schloss, 1997; 'Faust', Pathos Transport Theater, 1996; 'Eine Serenade in Villa Ockenburgh', Den Haag, 2005).
Für Michel Houellebecqs eigene Verfilmung seines Romans "Die Möglichkeit einer Insel" komponierte und produzierte er 2007 die Filmmusik, die seit März 2009 vom schwedischen Label MovieScoreMedia verlegt wird.
Für Luk Percevals Inszenierung von Hans Falladas "Kleiner Mann, was nun" an den Münchner Kammerspielen komponierte er 2009 die Theatermusik (Einladung zum Berliner Theatertreffen 2010).
Er lebt derzeit in München.